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Köln, 13. Januar 2004

Presseerklärung

 

Zuzahlungspflicht für SozialhilfeempfängerInnen stoppen

 

Der Bundestag muss die Zuzahlungspflicht für Sozialhilfeempfänger schnellstens ändern. Dies forderte Martin Kresse, Sozialexperte der GRÜNEN im LVR, im heutigen Sozialausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland. Diesem Appell schloss sich der Ausschuss ohne Gegenstimme an.

Die rund 65.000 Menschen, die in Wohnheimen der Behindertenhilfe und Pflege Sozialhilfe beziehen, müssen von ihrem Tasschengeld von monatlich 88 Euro 70 Euro als Zuzahlung zu Medikamenten aufbringen. „Ein skandalöser Zustand, der schnell behoben werden muss“  so Martin Kresse (Korschenbroich).

„Ich freue mich, dass meine KollegInnen der anderen Fraktionen dies genauso sehen. Uns ärgert zudem, dass Betreuer einen riesigen bürokratischen Aufwand erledigen müssen. Sie müssen Quittungen sammeln, weil die demenzerkrankten Menschen hierzu nicht in der Lage sind.“  Der Ausschuss forderte, sozialhilfefreundliche Regelungen für Kostenübernahme von Arztfahrten, Brillen und rezeptfreien Medikamenten zu schaffen.

Leider sind die anderen Fraktionen den Grünen Forderungen nicht vollständig gefolgt. Da Sozialhilfe nur die Existenzgrundlagen sichert, hatten die GRÜNEN im LVR darüber hinaus gefordert,  Sozialhilfeempfänger generell von der Zuzahlung ganz auszunehmen.

Kresse weiter: „Die Zuzahlungspflicht führt bei der normalen Bevölkerung möglicherweise zu Komfortverzicht; bei Sozialhilfeempfängern ist hingegen das Existenzminimum bedroht!“

 

Für Rückfragen zu dieser Presseerklärung können Sie Herrn Kresse unter 0173/9365263 erreichen.

Martin Kresse * Von-Limburg-Str. 5

41352 Korschenbroich * Tel 02166/83904 Fax 135680
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